PhotoLine – Bildbearbeitung

Es ist an der Zeit, eine Lanze zu brechen für PhotoLine, der Bildbearbeitungssoftware aus Deutschland, welche weit über die Grenzen hinaus Fans gefunden hat und auf einem guten Weg ist, der Creative-Cloud die Stirn zu bieten. Die Brüder Huber von der Computerinsel, welche für die Entwicklung von PhotoLine verantwortlich zeichnen, setzen jedenfalls alles daran, Userwünsche zu berücksichtigen und die EBV-Software stetig zu verbessern…

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Photoline

Warum ich PhotoLine einsetze

Auf der Suche nach einer günstigen Bildbearbeitungssoftware bin ich bei meiner Recherche unter anderem auf PhotoLine gestoßen. Sicherlich gibt es auf den ersten Blick angesagtere Kandidaten auf dem Markt, jedoch bei genauerer Betrachtung mangelt es an Standards und Funktionalität.

Von Ebenentechnik, über Masken, hin bis zur komplexen Retusche, ist alles in PhotoLine möglich, was das Herz des ambitionierten Bildbearbeiters begehrt. Das Aufzeichnen von Aktionen; Einstellungsebenen; Filter; Pinselspitzen; umfangreiche Werkzeuge; Vorgaben und PlugIns gestalten das Arbeiten angenehm einfach. Beispielsweise lassen sich die PlugIns von Topaz-Labs problemlos in PhotoLine integrieren und sogar in Aktionen integrieren, wie Bob Shrader eindrucksvoll in seinem Video auf YouTube zeigt.

Bildbearbeitung ist aber noch längst nicht, alles was in PhotoLine steckt, es lassen sich auch Grafiken für Web & Print erstellen, inklusive umfangreicher Textbearbeitung. So habe ich zum Beispiel die Grafik oben in PhotoLine mit reinen Bordmitteln erstellt. PhotoLine verfügt über einen Satz an Vektorwerkzeugen und Funktionen, die es ermöglichen, sämtliche Arbeiten zu erledigen.

Adobes Photoshop, Illustrator & Indesign werden nahezu überflüssig insbesondere in Anbetracht des Creative-Cloud Abo-Modells, wonach sich PhotoLine schon nach einem Monat rechnet, denn PhotoLine  kostet nur 59,- € pro Lizenz.

Alle meine Bilder bearbeite ich final in PhotoLine und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Bisher hat sich noch kein Dienstleister über die weitergegebenen Daten beschwert, denn PhotoLine kann zum einen TIFF-Dateien und zum anderen auch PSD-Dateien (in Photoshop erstellte PSD können in Photoline bearbeitet werden) zur Verfügung stellen. Ebenso können auch PDF-Dateien ex- und importiert werden.

Im PhotoLine Forum, welches von den Entwickler selbst betrieben wird, gibt es jede Menge Tipps, Tricks und vor allem kompetente Hilfe sowie auch vielerlei Verweise zu Tutorials. Außerdem gibt es auf flickr! eine PhotoLine Gruppe, in welcher Fotografen ihre Werke zeigen, welche mit Hilfe von PhotoLine finalisiert worden sind. Und auf Facebook kann man natürlich auch Fan von PhotoLine werden.

Parallel zu diesem Artikel erschien heute auf der Internetseite von Andreas Beitinger ein interessanter Artikel zu PhotoLineprofessionelle Bildbearbeitung zum Sparpreis.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein befreites Bearbeiten eurer Bilder.

Euer Torsten

11 Kommentare
  1. Michael
    Michael says:

    Ich finde PL auch toll. Du hast allerdings vergessen zu erwähnen, dass es unter Windows und Mac läuft und dass man es mit einer Lizenz auf beiden Systemen nutzen kann. Außerdem kosten die Updates, die etwa alle ein bis anderthalb Jahre erscheinen 30 €. Aber das gebe ich gern aus, statt sie Adobe mit ihrer unverschämten Updatepolitik in den Rachen zu werfen.

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    • Torsten
      Torsten says:

      Da hast Du natürlich Recht Michael, ich hätte das in meinem Artikel noch mit erwähnen können, das PhotoLine sowohl auf dem Mac als auch auf dem Windows PC läuft. Da ich das schon in der Teaser-Grafik mit eingebunden hatte, erachtete ich es wohl nicht als wichtig. Danke Dir, das ist auf jeden Fall erwähnenswert, ebenso wie der günstige Upgradepreis.

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  2. dogwatcher
    dogwatcher says:

    Tja, eine der am meisten unterschätzten Programme aller Zeiten… Woran das liegen mag, wurde ja schon verschiedentlich diskutiert….

    Fällt für mich in dieselbe Kategorie wie dieses „Drive Snapshot“ im Backup-Bereich. Absolut schlicht gehalten, kommt optisch daher wie vor fast 20 Jahren.. hat es aber faustdick hinter den Ohren.

    Zum RAW entwicklen nehme ich aber nach wie vor Lightroom, wenn auch nur mit Bauchgrummeln, aber für mich in dem Segment (leider) nur schwer schlagbar, spätestens seitdem Corel das gute alte „Bibble“ geschluckt und dann in „AfterShot“ verunstaltet hat und es seitdem offensichtlich einen langsamen Tod sterben lässt.. 😛

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    • Robert
      Robert says:

      Dachte auch, dass Lightroom nur schwer schlagbar ist, nach etwas Einarbeitungszeit hat C1 Lightroom für mich aber um Länge geschlagen.

      Photoline wird bei mir jetzt langsam PSE ersetzen.

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    • Torsten
      Torsten says:

      Was die RAW-Entwicklung betrifft bin ich sehr froh, das Phase One immer mal wieder 50% Rabatt Angebote anbietet und ich so Capture One Pro inklusive Media Pro zu einem moderaten Preis erstehen konnte. Nachdem ich einen Ersatz für Aperture suchte, war auch Lightroom ein potentieller Kandidat, aus heutiger Sicht kann ich nur sagen, es hat sich gelohnt sich in Capture One einzuarbeiten. Denn ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass Adobe die Non-CC-Version von Lightroom auf gleichem Niveau halten wird.

      Was ich mir für die Zukunft jedoch wünschen würde, das alle Kamerahersteller mehr Energie in die Hauseigenen RAW-Converter stecken und man eigentlich kein Fremdhersteller Produkt in diesem Bereich benötigt.

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      • Michael
        Michael says:

        Und mir wäre es lieber, wenn die Hersteller endlich mal ihre RAW-Formate offenlegen, damit Gleichheit bei den RAW-Konvertern hergestellt würde. Nikon ist in dieser Beziehung ja besonders schlimm. Ein Schritt wurde ja schonmal irgendwann mal mit Openraw versucht, allerdings gabs da nie wirkliche Fortschritte.

        Zu deinem Einwurf mit dem Hersteller-RAW-Entwicklern: Gerade wenn man mehrere Kameras hat, ist ein „Nicht-Hersteller“-Programm in meinen Augen besser, da man sich nicht in mehrere Tools einarbeiten muss.

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      • Robert
        Robert says:

        Hallo Torsten,

        bist du mit Media Pro glücklich, oder leistet der neue Katalog von C1 7.x ähnliches. Ich suche noch ein geeignetes Programm um meine Bilder zu verwalten, möchte aber ungern eins mit Katalog haben. Woanders wurde mir Photo Mechanics empfehlen, das ist aber nur auf englisch zu haben (wobei das nicht kriegsentscheidend wäre) und kostet mal eben 150€.

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        • Torsten
          Torsten says:

          Hallo Robert,

          total Glücklich bin ich mit Media Pro nicht, sagen wir mal so ich habe mich damit arrangiert. Das gute an Media Pro ist, das es die RAW-Engine von Capture One unterstützt und man so die Bilder im aktuell bearbeiteten Zustand ansehen kann. Auch kann Media Pro viele Dateitypen verwalten und anzeigen. Es können verschiedenste Ordner überwacht und synchronisiert werden. Leider ist die Suchfunktion nicht mit der von Aperture oder Lightroom zu vergleichen. Aber damit kann ich leben.

          Die Katalogfunktion von Capture One hingegen ist nahezu unbrauchbar, da das Programm in eine Freeze-Orgie verfällt sobald man versuch mehr als 20 Bilder (RAW) in einen Katalog zu importieren. Und das auf einem nahezu flotten System, aktuell: Mac mini i7 Quad Core mit 16 GB RAM.

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  3. markus
    markus says:

    find ich spontan super und werd das einfach mal in der firma einführen und testen, endlich ein deutsches programm, die amis müssen eh schon denken sie haben ein monopol auf software …

    also mir geht ps auch schon richtig auf den sack, ich bin der meinung (achtung!!!) seit ps 3.0 ist das meiste nur noch schlechter geworden wenn man den speed betrachtet

    und was man in lr macht (ok, für videos nachbearbeitung super) – das bekomm ich besser mit den bordmittlen hin, ich find da hat man zu wenig kontrolle in lr… da weiß man doch nciht wirklich was man macht, oder? strg L vermisse ich da komplett, oder ich habs übersehen, einer der wichtigsten befehle – oder varbreinheitseinstellung übers untermenü, mit allen zugriffen auf die einzelnen farben , reinheiten und schwarzzuschlägen, das gibts alles in lr gar nicht….
    einzig die graddationskurven ersparen einem viel, aber auch das ist mit wenig mehraufwand in ps supermachbar

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  4. Helge
    Helge says:

    Ich mag Photoline sehr gerne, reicht für mich als Gelegenheitsbildbearbeiter vollkommen aus und alles ist hübsch aufgeräumt und schlicht. Etwas mehr Eleganz könnte nicht schaden, aber wo das hinführt sieht man ja bei einigen Konkurrenzprodukten, die zwar hübsch sind, aber nicht viel dahinter bieten.

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